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Friseurmeister aus Riesa ermöglicht Zeitreise durch sein Handwerk

Friseurmeister Gunter Heil

Eine haarige Sammlung von Gunter Heil

Wer den Friseurmeister Gunter Heil in Riesa besucht, taucht unweigerlich in eine fast 120-jährige Familien- und Firmengeschichte ein. Parfümflakons, Barttassen, Flohfallen, Haarschmuck, Urkunden – eine Rarität nach der anderen präsentiert er dem Betrachter. Die Liebe zu seinem Beruf und das Interesse an Handwerkstraditionen stehen ihm ins Gesicht geschrieben.

„Auf meinem Dachboden schlummern über 1.000 Objekte. Mein Großvater eröffnete im Jahr 1902 seine Haarschneidestube und auch er konnte schon nichts wegwerfen", lacht er. Mit 80 Jahren ist Gunter Heil voller Elan und hat bereits zahlreiche historische Friseur-Ausstellungen realisiert. Den Salon führt seine Tochter Anke in vierter Generation fort. Auch sie engagiert sich wie ihr Vater damals ehrenamtlich in der Innung für ihr Gewerk.

Aktuell ist im Wasserschloss Klaffenbach eine Ausstellung des Friseurmeisters zu sehen. Das Museum zeigt Schönes und vielleicht auch nicht so Schönes aus der Welt der Bader, Friseure, Barbiere und Perückenmacher. „Die Exponate ermöglichen einen Einblick in die historische Entwicklung des Handwerks und schreiben eine kleine Zeit- und Kulturgeschichte der Eitelkeit", sagt Heil. „Der Fokus richtet sich dabei nicht nur auf die Frisuren, sondern stellt das Handwerkszeug, Accessoires und Hilfsmittel rund um unseren Beruf in den Mittelpunkt", so der Initiator der Ausstellung weiter.

Die Ausstellung „Schmerz und Eitelkeit" ist bis zum 26. Januar 2020 im Wasserschloss Klaffenbach Chemnitz täglich (außer montags) von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter Telefon: 0 35 25/51 48 55. Ein Ausflug dorthin lohnt sich!

Aus einer verrückten Sammelleidenschaft wurde mehr: Der Riesaer Friseurmeister Gunter Heil hat eine beachtliche Sammlung an Bildern, Geräten und Haarobjekten vom 17. bis 20. Jahrhundert zusammengetragen.

(Julia Stegmann-Schaaf)