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Einstieg in das ehrbare Handwerk: Gesellen der Kreishandwerkerschaft Region Meißen freigesprochen

Die besten Auszubildenden

Der „Burgkeller" auf der Albrechtsburg Meißen ist traditionsgemäß der würdige Rahmen für den Schritt vom Lehrling zum Gesellen bei den Innungen der Kreishandwerkerschaft Region Meißen. 49 junge Leute haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. 41 von ihnen ließen es sich nicht nehmen, das Freisprechungszeremoniell zu genießen. Bedeutet doch dieser Schritt einen wichtigen Schritt im Leben: Der Eintritt in das Berufsleben und das sogar mit einem besonderen Privileg. Handwerksberufe sind gefragt wie nie. Der Abschlussjahrgang 2019 hat historisch seltene Chancen. Frau Dr. Peggy Noack von der Handwerkskammer Dresden machte in ihrer Freisprechungsrede den Vorteil der aktuellen Generation junger Handwerker deutlich: „Sie haben einen traditionellen soliden Handwerksberuf gelernt. Handwerk ist aber keine verstaubte Tradition. Sie haben den Vorteil, dass sie in der digitalen Welt groß geworden sind und die Vorzüge dieser modernen Technik kennen. Computer gehören zum Handwerk wie auch in anderen Wirtschaftsbereichen. Davon können Sie profitieren."

  • Einstieg in das ehrbare Handwerk

    (6 Bilder)
    Dachdeckergesellen Impressionen der Freisprechung

 

Bei geöffneter historischer Zunftlade und brennender Traditionskerze vollzogen die Handwerksmeister die altehrwürdige Zeremonie. Eröffnet wurde die Übergabe der Gesellenbriefe und Zeugnisse mit dem Freisprechungsritual der Dachdecker. Zuerst verlasen die Meister die Schandtaten der Lehrlinge, wie zu spät kommen, zu früh gehen, nicht oder ungenau messen, Ausschuss produzieren, Werkzeug beschädigen und vieles andere mehr. Janek Schönert bat stellvertretend für alle Absolventen nach alter Tradition die Meister um den Freispruch zum Gesellen. Ein Schlag mit dem Zimmermannshammer auf einen Gratsparren, der auf die Schulter des scheidenden Lehrlings gelegt wurde, um den Schmerz zu dämpfen, vollzog das Freisprechungsritual. Ein Glas Bier musste geleert werden, um sich endlich Geselle nennen zu dürfen.

Danach folgte die Übergabe an die Gesellen der weiteren Gewerke. Elf Dachdecker, sechs Maurer, zwei Hochbaufacharbeiter, zwölf Tischler, ein Fleischer, ein Fleischereifachverkäufer und acht Friseurinnen dürfen sich nun Gesellen ihres Faches nennen.

Die vier besten Auszubildenden konnten durchweg mit der Note Zwei abschließen. Der Dachdecker Franz Ruffani mit 82 Punkten, der Dachdecker Janek Schönert mit 88 Punkten, der Maurer Andreas Lehmann mit 89,5 Punkten und der Tischler Clemens Oehmichen mit 87 Punkten. Bei einem zünftigen Handwerkerschmaus konnten Meister, Gesellen und Angehörige die Ausbildungszeit Revue passieren lassen.

(Peter Noack)