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Regionaler KREATIV-Dialog für das Handwerk startet im Herbst

Autor: root 14.04.2020

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Das WIR!-Projektbündnis will Handwerker auf ihrem Weg zu neuen Produkten, Dienstleistungen und Prozessen begleiten und unterstützen. Wie komme ich zum neuartigen Produkt oder zur innovativen Dienstleistung? Wie kann ich dies neben zahlreichen Projekten und kaum vorhandener Zeit schaffen? Schaffe ich dies alleine oder welche Unterstützung benötige ich dafür? Diese und weitere Fragen greifen wir in den im Herbst startenden Kreativ­dialog, einem Teilprojekt des WIR!-Inno-Handwerk-Bündnisses, auf.

Ansatzpunkt im Vorhaben ist, die Innovationskraft und die Attraktivität des regionalen Handwerks zu steigern. Das Handwerk braucht Impulse, um für Fachkräfte, für Gründer und für überregionale Kundengruppen attraktiv zu sein. Mehrere Argumente sprechen daher für eine Kooperation zwischen Handwerk und Kreativwirtschaft. Insbesondere junge Handwerksmeister zeigen sich offen für Veränderungsprozesse. Daher möchten wir im Rahmen des Kreativprojektes systematisch die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen in Handwerksunternehmen fördern. Dabei ist von zentraler Bedeutung, dass Handwerksunternehmen stärker als bisher die Zusammenarbeit mit anderen Branchen suchen. Hier setzen wir vor allem auf die Kooperation und einen systematischen Austausch mit der Kreativwirtschaft in Sachsen.

Die folgenden Argumente zeigen die Potenziale einer solchen Zusammenarbeit

Bei Handwerk und Kreativwirtschaft handelt es sich eher um kleinteilig strukturierte Branchen, die somit auf Augenhöhe Kooperationen entwickeln können, in denen die Designkompetenz der Kreativwirtschaft mit der Fertigungskompetenz des Handwerks verbunden wird. Bereits in der Konzeptionsphase konnten wir im Rahmen einer Innovationswerkstatt Kooperationsprojekte identifizieren: darunter zwischen Produktdesignern und Tischlern, Kommunikationsdesignern und Schuh- und Orthopädietechnikern sowie einem Bäcker und Experten für Virtual und Augmented Reality.

Die Kreativwirtschaft in den Metropolen Leipzig und Dresden pflegt und nutzt bereits auf breiter Ebene deutschlandweite Kommunikations-, Austausch- und Vertriebsnetze. Durch die enge Zusammenarbeit und die deutschlandweite Vernetzung der Kreativwirtschaft wird dem regionalen Handwerk eine hohe Methodenkompetenz zugänglich gemacht. Das bedeutet, das regionale Handwerk wird befähigt, neue Produkte, innovative Prozesse mit entsprechend spezialisierten Partnern aus der Kreativwirtschaft zu realisieren. Neue Geschäftsmodelle und eine gesteigerte Wertschöpfungskette können das Resultat dieser Kooperationen sein.

Besuch im Werkraum Bregenzer Wald. Hier kommen Handwerker seit 2013 regelmäßig zum Kreativ-Dialog zusammen und haben seither viel erreicht.

Inspiriert und beeindruckt wurden wir als Vertreter des WIR!-Bündnisses von der ersten Exkursion in den Werkraum Bregenzerwald. Der Werkraum Bregenzerwald ist ein regionaler Zusammenschluss von Handwerks- und Gewerbetreibenden des Bregenzerwaldes. Kern des Vereins ist das kooperative Miteinander. Im Werkraum Bregenzerwald sind aktuell rund 100 Betriebe zusammengeschlossen – eine innovative Plattform des zeitgenössischen Handwerks. Die Mitglieder sind mittelständische, in der Regel familiengeführte Unternehmen, manche mit einer reichen Tradition. Das Handwerk im Bregenzerwald macht über Grenzen hinweg auf sich aufmerksam. Die Arbeiten des Werkraums sind international präsent, die innovativen Handwerkerinnen und Handwerker im In- und Ausland gefragt. Mit dem Werkraum Bregenzerwald haben sie sich seit seiner Gründung im Jahr 1999 eine einzigartige und gut etablierte Plattform geschaffen. Diese wirkt nach außen mit Ausstellungen, Wettbewerben, Vorträgen und nach innen mit Entwicklungsarbeit und Nachwuchspflege.

Werkraum-Handwerker*innen setzen Impulse und leisten einen Beitrag zur Förderung und öffentlichen Wahrnehmung handwerklicher Interessen. Im Werkraum Bregenzerwald finden Handwerker*innen Anregung, Austausch und die Möglichkeit für Zusammenarbeit. Interessierten Handwerker*innen in Kreativ­clubs verschiedenste Innovationsthemen nahe­zubringen, Ihre Fragen aufzugreifen und Sie anschließend auf Ihrem Innovationsweg zu begleiten, ist für uns das Ziel.

Welche konkreten Aktionen wir in unserer Region planen, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe. 

(A. Barth)